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Matthias Planitzer, His Master’s Voice, Detail, 2022, Video-Still
© Matthias Planitzer
Lena Kocutar, 8189 Images, Detail, 2022
© Lena Kocutar
Paula Oltmann, „Ich sehe was, was du nicht siehst“, Detail, 2022, Installationsansicht
© Hans Noffke
Vero Haas, untitled, Detail, 2022
© Vero Haas
Joachim Perez, Guest (green); Mechanical brain (orange), Detail, 2021
© Musée Jenisch
Barbaros Kisakol, „Enter a few words“, Detail, 2022
© Barbaros Kisakol
Ana Tomic, Canon Compliant 1, Detail, 2022
© Ana Tomic
Martin Haug & Moritz Zeisner, seeking for new noise, Detail, 2020, Video-Still
© Martin Haug & Moritz Zeisner
Phina Hansen, Mingus AI: What Does the Robot Sing About?, Detail, 2022, Video-Still
© Phina Hansen
Felix Ansmann & Kani Lent, Lament, Detail, 2022, Video-Still
© Felix Ansmann & Kani Lent

Technologien, die schöpferisch-imaginative Erzeugnisse wie Texte, Musikkompositionen und Bilder hervorbringen, waren lange Zeit Gegenstand unerreichbar erscheinender Science-Fiction-Erzählungen. Heute sind sie nicht nur real, sondern bereits im Begriff, den Bereich künstlerischer Produktion wesenhaft zu verändern. An diesem Scheidepunkt der Kunstgeschichte versammelt die 18. Ausgabe von Seen By insgesamt zehn Positionen, die fernab von Kulturpessimismus und dennoch kritisch die Entwicklung technischer Kreativität und die sich daraus ergebenen Möglichkeiten künstlerisch erforschen.

Der rasende Fortschritt KI-basierter Kunstmaschinen

Viele Künstler*innen, die damit aufgewachsen sind, dass die Entwicklung einer individuellen künstlerischen Bildsprache eine jahrelange Auseinandersetzung mit Inhalten, Methoden, Material und Technik voraussetzt, empfinden den rasenden Fortschritt von KI-Systemen als existenzielle Bedrohung ihres Berufsfeldes. Der online nutzbare Text-zu-Bild-Generator DALL-E 2 ist beispielsweise heute schon in der Lage, in kürzester Zeit ästhetisch anspruchsvolle Bilder zu erzeugen, die, sofern gewünscht, einer hochauflösenden Fotografie erstaunlich nahekommen. Wenn nun jede*r mit einem Internetzugang und einer originellen Idee innerhalb von Sekunden auf Knopfdruck ein ansehnliches Bild erstellen kann, gibt es dann überhaupt noch die Notwendigkeit, ausgebildete Spezialist*innen dafür zu bezahlen?

Dass sich Künstler*innen in Reaktion auf eine noch ungewisse Zukunft, in der Maschinen ein immer größer werdender Anteil kreativer Verantwortung zugesprochen wird, am Altbewährten festklammern, erscheint in Hinblick auf das ohnehin prekäre Arbeitsfeld der Kunst nachvollziehbar. Jenseits von Verdrängungsangst bietet das noch undefinierte Feld jedoch die Möglichkeit es forschend mitzugestalten.

Reflexion der künstlerischen Produktion zwischen Mensch und Maschine

Die beteiligten Künstler*innen aus sechs unterschiedlichen Klassen der Universität der Künste Berlin setzen in ihrer Arbeit eine Bandbreite von Techniken ein, die von Digitaldruck über Videoinstallation bis hin zu Textil, Skulptur und Malerei reicht. Was die Mehrheit dieser Positionen verbindet, ist, dass sie im Zuge von Kollaborationen zwischen Mensch und Maschine entstanden sind. Mithilfe von Software-Algorithmen und neuesten KI-Technologien wurden in diesem Prozess zunächst Bilder, Videos, Texte und Töne generiert, die die Künstler*innen nach weiteren Verarbeitungsschritten des Sichtens, Auswählens, Bearbeitens und Kombinierens zu einem Teil ihrer Arbeiten gemacht haben.

Eine genaue Beschäftigung mit den ausgestellten Werken lässt schließlich erahnen, wie mannigfaltig die künstlerischen Einsatzmöglichkeiten der sich so rasant entwickelnden Technik sind: Es wird der Zwischenbereich von Genres und Medien erforscht, über Landschaft nachgedacht, nach neuen Tönen gesucht, der Lernprozess künstlicher Intelligenzen reflektiert, nach den Grenzen und Gefahren der Systeme gefragt, mit ihren Fehlern gespielt und spekulativ in eine von KI geprägte Zukunft geblickt.

Mit Arbeiten von Felix Ansmann & Kani Lent, Vero Haas, Phina Hansen, Barbaros Kisakol, Lena Kocutar, Paula Oltmann, Joachim Perez, Matthias Planitzer, Ana Tomic und Martin Haug & Moritz Zeisner

Kuratiert von Sebastian Peter

Die Ausstellungsreihe „Seen By“

Seen By #18 ist Teil der Ausstellungskooperation „Seen By“ der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin und der Universität der Künste Berlin im Museum für Fotografie. Sie hat zum Ziel, kuratorische und künstlerische Strategien im Umgang mit zeitgenössischer Fotografie neu zu denken.

Öffnungszeiten,

  • Montag Geschlossen
  • Dienstag-Mittwoch 11:00 - 19:00
  • Donnerstag 11:00 - 20:00
  • Freitag-Sonntag 11:00 - 19:00

Bitte beachten Sie für die Planung Ihres Besuchs die auf dieser Seite gebündelten Informationen.

  • 1. Januar 12:00 - 18:00
  • 24. Dezember Geschlossen
  • 25. Dezember 11:00 - 19:00
  • 26. Dezember 11:00 - 19:00
  • 31. Dezember Geschlossen

Standort,

Museum für Fotografie / Helmut-Newton-Stiftung
Jebensstraße 2, 10623 Berlin

Telefon,

+49 (30) 266 42 42 42

Website,

www.smb.museum/ausstellu…

Preise,

Eintrittspreis 10,00 €

Museumskarte. Museum für Fotografie

Preis ermäßigt 5,00 €

Ticket kaufen

Zugehörige Veranstaltung

Eintritt

Eintrittspreis

10,00 €

Museumskarte. Museum für Fotografie

Preis ermäßigt

5,00 €

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