Sparen

Geschichte einer deutschen Tugend

Deutsches Historisches Museum

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Heimsparbüchse mit Sprüchen und Bildmotiven, um 1900 © Historisches Archiv der Erzgebirgssparkasse Schwarzenberg, Foto: Thomas Bruns © Hist. Archiv der Erzgebirgssparkasse Schwarzenberg, Foto: T. Bruns

Sparsamkeit versteht sich in Deutschland von selbst. Private und öffentliche Haushalte ebenso wie die Unternehmen sparen in Deutschland in großem Umfang. Die Mehrheit der Menschen im Land stellt das Sparen der privaten Haushalte auch in Zeiten historisch niedriger Zinsen nicht in Frage, ebenso wenig die Spardoktrin der deutschen Finanz- und Außenpolitik.

Beobachter außerhalb Deutschlands hingegen blicken in den letzten Jahren zunehmend kritisch auf die deutsche Sparneigung. Hierbei wird nicht nur die Rolle Deutschlands bei der Durchsetzung der Sparpolitik im Euro-Raum hinterfragt, sondern auch das Sparen in Deutschland selber. Die Ausgabenzurückhaltung der privaten und öffentlichen Haushalte sowie der Unternehmen trägt zu dem erheblichen Leistungsbilanzüberschuss des Landes bei, dem ein Gefährdungspotenzial für die Weltwirtschaft und damit auch für die deutsche Wirtschaft zugeschrieben wird.

Die Ausstellung „Sparen – Geschichte einer deutschen Tugend“ im Deutschen Historischen Museum betrachtet und diskutiert das tradierte Sparverhalten der Deutschen vor dem Hintergrund internationaler Kritik. Sie begibt sich auf die Suche nach der spezifischen Gestalt der deutschen Sparneigung von den Ursprüngen bis heute. In den Blick genommen werden die Vorformen, sowie die konkreten historischen Erscheinungsformen des Sparens seit der Spätaufklärung. Es werden die Entwicklung des Sparens zum Instrument der Staatsfinanzierung sowie der staatlichen Daseinsfürsorge und Sozialpolitik beleuchtet. Auch das komplementäre Verhältnis der Sparpropaganda und Sparwerbung zum Antisemitismus steht im Fokus. Epochenübergreifend thematisiert die Ausstellung die Rolle der Sparerziehung für die Genese der deutschen Sparneigung ebenso wie das Verhältnis von Sparen und gesellschaftlichen, wie wirtschaftlichen Krisen.

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Zusammenarbeit mit der Berliner Sparkasse

Öffentliche Führungen:
MO, SA 16 Uhr
MI 14 Uhr
SO 11 Uhr
FR 14 Uhr, Englisch

Führung für Blinde und Sehbehinderte
DO 05.07., 02.08., 06.09., 04.10., 01.11., 16 Uhr

Führung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache
DO 12.07., 09.08., 13.09., 11.10., 16 Uhr

Führung in Einfacher Sprache
DO 19.07., 16.08., 20.09., 18.10., 16 Uhr

Buchbare Führungen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Türkisch.

Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin

Telefon
+49 (30) 203 04-0
Führungsbuchungen
+49 (30) 203 04-751
Fax
+49 (30) 203 04-543
Website
www.dhm.de/ausstell…
Montag - Sonntag
10:00 - 18:00 Uhr
Eintrittspreis
8,00 €

Tageskarte für alle Ausstellungen

Preis ermäßigt
4,00 €

Bis 18 Jahre Eintritt frei

Familienticket

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Speziell geeignet für Menschen mit Behinderung

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