Öffentliche Führungen

zur Ausstellung "Bestandsaufnahme Gurlitt"

Gropius Bau

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Als im November 2013 bekannt wird, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt (1932–2014) beschlagnahmt hat, ist das öffentliche Aufsehen groß. Denn die 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft?

Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang vier Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Als seinen Erben hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt.

Die Ausstellung der Bundeskunsthalle und des Kunstmuseums Bern wird ab 14. September 2018 im Gropius Bau präsentiert. Die in einen historischen Gesamtkontext eingebettete Schau basiert auf dem aktuellen Forschungsstand zum „Kunstfund Gurlitt“. Gezeigt werden nicht nur ca. 250 Kunstwerke, die jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren und ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abbilden, sondern es wird die Herkunft jedes Kunstwerks thematisiert. Die Ausstellung gewährt so auch Einblicke in die Geschichte der Objekte und die Schicksale der verfolgten, meist jüdischen Sammler*innen, Kunsthändler*innen und Künstler*innen, die dem NS-System zum Opfer fielen.

Die Führung bietet einen vertiefenden Einblick in die Forschungsarbeit zum Kunstbestand Gurlitt und darüber hinaus zum Begriff NS-Raubkunst: Die Kunstwerke ermöglichen den Teilnehmenden eine geschichtspolitische Auseinandersetzung mit zentralen Themen wie Provenienzforschung, Enteignung und Restitution.

Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

Zugehörige Ausstellung
Bestandsaufnahme Gurlitt
Laufzeit: 14.09.2018 bis 07.01.2019

Telefon
+49 (30) 254 86-0
Website
www.museumsdienst.berlin/prog…
14. November 2018
17:30 bis 18:30 Uhr
18. November 2018
15:00 bis 16:00 Uhr
21. November 2018
17:30 bis 18:30 Uhr
25. November 2018
15:00 bis 16:00 Uhr
28. November 2018
17:30 bis 18:30 Uhr
2. Dezember 2018
15:00 bis 16:00 Uhr
5. Dezember 2018
17:30 bis 18:30 Uhr
9. Dezember 2018
15:00 bis 16:00 Uhr
12. Dezember 2018
17:30 bis 18:30 Uhr
16. Dezember 2018
15:00 bis 16:00 Uhr
19. Dezember 2018
17:30 bis 18:30 Uhr
23. Dezember 2018
15:00 bis 16:00 Uhr
26. Dezember 2018
17:30 bis 18:30 Uhr
30. Dezember 2018
15:00 bis 16:00 Uhr
2. Januar 2019
17:30 bis 18:30 Uhr
6. Januar 2019
15:00 bis 16:00 Uhr
Preis
3,00 €

zzgl. 10 € Eintritt/erm. 6,50 € p. P.

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