Berliner Museumscafés
Tipps für besondere Pausenorte

Was wäre der Museumsbesuch ohne eine Pause? Wem nach dem Entdecken der Ausstellung der Sinn nach Kaffee und Kuchen oder einem Mittagessen steht, der wird in den Berliner Museen sicher fündig: Die zahlreichen Museumscafés der Stadt bieten die Möglichkeit zum Verweilen und Entspannen in einer besonderen Umgebung. Nicht überall ist dafür ein Besuch der Ausstellungen ein Muss. Wir stellen Ihnen einige besonders schöne Pausenorte vor!

Foto: Jens Ziehe

Café Babette
KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst

Zwischen den eindrucksvollen Kupferkesseln der ehemaligen KINDL-Brauerei gibt es an der Bar des Café Babette guten Kaffee, leckere hausgemachte Kuchensorten, saisonale Tagessuppen und erfrischende Limonaden. Auch ohne Museumsticket ist das Café für die Besucher*innen geöffnet. Das WLAN-Netz steht den Gästen kostenlos zur Verfügung. Ganz besonders zu empfehlen ist der Besuch im Sommer, wenn sich die Gastronomie nach draußen vor die imposante Kulisse des Gebäudes verlagert. Dann kann man auf Bierbänken unter den Platanen Platz nehmen und frisch gezapftes Rollberg oder Berliner Kindl sowie viele andere Kalt- und Heißgetränke oder kleine Snacks genießen. Freitag bis Sonntag bietet der Caterer O Tannenbaum darüber hinaus leckere Speisen wie Belgische Waffeln, Gado Gado und Wassermelonensalat an. Geöffnet tägl. 15–22 Uhr, derzeit nur draußen (nicht bei Regen).

mehr
Courtesy atelier le balto / Foto: Fran Sperling

Café Bravo
KW Institute for Contemporary Art

Das KW Institute for Contemporary Art ist einer der bekanntesten Ausstellungsorte Berlins für zeitgenössische Kunst. Zum Haus in der Auguststraße in Berlin-Mitte gehört seit 1999 auch das Café Bravo. Sein Gebäude wurde von Dan Graham entworfen und mit der Architektin Johanne Nalbach realisiert. Die Stahlkonstruktion zweier ineinander gerehter Kuben mit Verkleidung aus poliertem Edelstahl sowie eine Fassade aus Einwegspiegelglas und eine lichtdurchlässige Decke erzeugen eine faszinierende Raumwirkung. Auch das kulinarische Programm ist wohldurchdacht: Unter der Woche werden wechselnde Kaffee-Röstungen und ausgewählte Pastries serviert. Zum Wochenende schenkt die Aperitivo Wine Bar feine Tropfen lokaler Händler aus. Serviert werden dazu ausgewählte Charcuterie und vegetarische Snacks. Bei schönem Wetter kann man auch im Hof Platz nehmen. Geöffnet Mo–Mi & Fr 9–19 Uhr, Do 9–21 Uhr, Sa/So 11–20 Uhr.

mehr
Foto: Mariette Heinrich

Museumscafé Max
Liebermann-Villa

Wohl kaum an einem Ort kann man schöner auf den großen Wannsee blicken, als von der Terrasse der Liebermann-Villa. Kulinarisch abgerundet wird das Panorama mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen – oder einer anderen Leckerei aus dem Angebot des Museumscafé Max. Die Bestellung kann vor allem am Wochenende etwas Zeit in Anspruch nehmen. Belohnt wird man mit einer riesigen Kuchenauswahl und verschiedenen Kaffeesorten. Auch Herzhaftes, wie Gemüsepizza oder Quiche, gibt es. Falls das Wetter nicht zum Verweilen auf der Terrasse einlädt, kann man seine Bestellung im ehemaligen Speisezimmer des Malers Max Liebermann zu sich nehmen. In den Genuss des Museumscafé Max kommen Sie allerdings nur im Rahmen des Museumsbesuches. Geöffnet Mi–Mo 11–17 Uhr (Oktober–März) bzw. 10–18 Uhr (April–September), derzeit nur draußen.

mehr
© Museumsportal. Foto: S. Schmidt

Café Villa Oppenheim
Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Die Touristen, die sich rund ums Schloss Charlottenburg tummeln, finden nicht hierher: In dem kleinen Café am Rand des Schustehrusparks kann man in Ruhe Zeitung lesen, sich mit Freunden treffen oder einfach nur den Ort genießen. Im Sommer sitzt man an Holztischen unter alten Kastanien. In der Villa Oppenheim verbrachten einst die Familien Mendelssohn und Oppenheim die Sommermonate, heute beherbergt sie das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf mit seinen Ausstellungen zur Kultur- und Kunstgeschichte des Bezirks. Im Café wird alles frisch zubereitet. Es gibt eine wöchentlich wechselnde Karte mit Gerichten meist unter 10 € und sonntags ein Frühstücks-buffet. Geöffnet Di–Fr 11–22 Uhr, Sa/So 10–22 Uhr.

mehr
Foto: Staatliche Museen zu Berlin

Eßkultur und KAFFEE!
Museum Europäischer Kulturen

Die kulinarischen Angebote des Museums Europäischer Kulturen (MEK) im idyllischen Dahlem sind nicht leicht zu finden, doch sie lohnen den Besuch! Aufgrund der etwas längeren Anreise empfiehlt sich auch, Ausstellungsbesuch und Kaffeepause zu verbinden. Mittags lockt der Lunchtisch im Restaurant Eßkultur. Hier werden sowohl vorbereitete Speisen für den kleinen Hunger in der Mittagspause, als auch eine kleine Auswahl frischer Speisen à la carte serviert. Die Küche ist frisch, abwechslungsreich und multikulturell. Für süße Freuden empfiehlt sich das KAFFEE! unmittelbar neben dem MEK. Im farbenfrohen Innenraum oder im grünen Hof kann man Getränke und selbstgebackenen Kuchen genießen und die Seele baumeln lassen. Eßkultur: Zurzeit Kantine to-go werktags 11–15 Uhr / Kaffee!: Zurzeit Sa & So 12–18 Uhr.

mehr
Foto: Charlotte Bolwin

Kaffeehaus Dallmayr
Museum für Kommunikation

Wie wäre es, den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück in einem Museum zu beginnen? Oder möchten Sie lieber eine kleine Pause während des Ausstellungsbesuches einlegen bei feiner Patisserie sowie Kaffee- und Teespezialitäten? Im Kaffeehaus Dallmayr im Museum für Kommunikation erwarten Sie nicht nur vielseitige Frühstücksangebote, leckere Torten und Kuchen, sondern auch eine einzigartige Atmosphäre: Dieses charmante Museumscafé lässt Sie eintauchen in die Kaffeehaus-Kultur des 19. Jahrhunderts. Auf der Speisekarte finden sich auch zahlreiche Berliner Spezialitäten. Mittags unter der Woche gibt es einen vorzüglichen Business-Lunch, den man bei schönem Wetter auch auf der zum Hof gelegenen Terrasse zu sich nehmen kann. Geöffnet Mi–Fr 11–16 Uhr & Di/Sa/So 11–17 Uhr

mehr
© LePopulaire. Foto: Andreas Bohlender

LePopulaire
PalaisPopulaire

Zwischen Bebel- und Schlossplatz gibt es viel zu besichtigen, aber kaum Möglichkeiten einzukehren. Das hat sich mit dem Einzug der Deutschen Bank in das barocke Prinzessinnenpalais nun geändert. Denn außer hochkarätigen Ausstellungen gibt es im PalaisPopulaire, wie schon in der Deutschen Bank Kunsthalle, einen originellen Shop und das Café LePopulaire. Beide teilen sich das lange Foyer, das viel Licht durch die hohen Barockfenster bekommt. Mit freigelegter Betonkonstruktion, Gussasphaltboden und sichtbarer Technik unter der Decke wirkt es kühl und doch einladend. Der international bekannte Gastronom Kofler sorgt für interessante Fusionküche. Auch köstliche Kuchen gibt es hier wieder – wie schon im Opernpalais. Geöffnet Mi–Mo 11–18 Uhr.

mehr
Nach oben