Berliner Museumscafés
Tipps für besondere Pausenorte

Was wäre der Museumsbesuch ohne eine Pause? Wem nach dem Entdecken der Ausstellung der Sinn nach Kaffee und Kuchen oder einem Mittagessen steht, der wird in den Berliner Museen sicher fündig: Die zahlreichen Museumscafés der Stadt bieten die Möglichkeit zum Verweilen und Entspannen in einer besonderen Umgebung. Nicht überall ist dafür ein Besuch der Ausstellungen ein Muss. Wir stellen Ihnen einige besonders schöne Pausenorte vor!

Foto: Charlotte Bolwin

Café Kofler & Kompanie
Bode-Museum

Bei einem Besuch auf der Museumsinsel sollte man sich keinesfalls das Café des Bode-Museums entgehen lassen. Über die geschwungenen Treppenaufgänge der neobarocken Eingangshalle erreicht man die prächtige Empore. Vom vorderen Bereich des Cafés unmittelbar an der Ballustrade hat man einen wunderbaren Blick auf das Reiterstandbild des Großen Kurfürsten und fühlt sich, als wäre man in einem Schloss zu Gast. Wer es mehr gemütlich als prunkvoll möchte, kann sich auch einen Platz im lichtdurchfluteteten Innenraum zwischen Bar und Buchladen suchen. Kofler & Kompanie bieten leckere Suppen, wechselnde Lunchgerichte und feine Torten, die gut zum Ambiente passen. Ein schöner Ort zum Genießen und Entspannen – auch an regnerischen Tagen. Geöffnet Di, Mi, Fr, Sa & So von 10–18 Uhr, Do von 10–20 Uhr (Montags geschlossen)

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Foto: Cee Cee Berlin

Café Beba
Gropius Bau

Im Jahr 2019 haben die Berliner Museumscafés haben einen Neuzugang bekommen: Das Café Beba im bei Tourist*innen und Berliner*innen beliebeten Gropius Bau, der große temporäre Ausstellungen beherberg. Wie auch das Museumsgebäude und der Buchladen Walther König präsentiert sich die neue Gastronomie offen und zeitgenössisch: Der helle Raum mit hoher Decke, weißgefliestem Tresen, modernen Sitzmöglichkeiten und einem vertikalen Kräutergarten strahlt New-York-Flair aus. Dazu passt die von traditionellen jüdischen Gerichten inspirierte Küche, die die Einflüsse der verschiedenen Regionen aufgreift, in denen Juden lebten und leben. Eine Empfehlung aus der Karte: das "Pulled Beef Sandwich", garniert mit einem frisch geernteten Salat aus dem violett beleuchteten Wandbeet. Geöffnet Mi–Mo von 11–19 Uhr / Do von 10–19 Uhr (Dienstags geschlossen)

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Foto: Charlotte Bolwin

Restaurant Sarah Wiener
Hamburger Bahnhof

Wer nach einer Tour durch die Highlights der zeitgenössischen Kunst im Hamburger Bahnhof eine Pause braucht, dem sei das Sarah Wiener Restaurant ans Herz gelegt. Hier verbinden sich Kaffeehausatmosphäre und Lunch-Restaurant. Ein occerfarbener geometrischer Fliesenboden, Sprossenfenster, helle Wände und eine holzverkleidete Bar prägen ein modernes, ruhiges Ambiente. Küchenchenchefin ist hier seit 15 Jahren Sarah Wiener. Sie sorgt für eine Karte mit frischen, saisonalen Produkten aus der Region. So haben die Speisen hier natürlich auch ihren Preis. Das Menu beinhaltet Berliner Kartoffelsuppe und Königsberger Klopse aber auch Wiener Schnitzel und Apfelstrudel. In der Kuchen-Vitrine findet sich sogar eine richtige Sachertorte. Im Sommer erweitert die Spree-Terrasse den gastronomischen Bereich. Geöffnet Di, Mi, Fr von 10–18 Uhr / Do von 10–20 Uhr, Sa/So von 11–18 Uhr

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Foto: Jens Ziehe

Café Babette
KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst

Zwischen Kupferkesseln, direkt unter den Ausstellungsräumen des KINDL- Zentrum für zeitgenössische Kunst, findet man sich im Café Babette in einem eindrucksvollen Umgebung wieder. Im Kesselhaus der ehemaligen Brauerei gibt es an der kleinen Bar guten Kaffee, leckere hausgemachte Kuchensorten, saisonale Tagessuppen und erfrischende Limonaden. Auch ohne Museumsticket ist das Café für die Besucher*innen geöffnet. Das WLAN-Netz steht den Gästen kostenlos zur Verfügung, so dass man auch zum Arbeiten vorbeikommen kann. Ganz besonders zu empfehlen ist der Besuch aber auch im Sommer, wenn sich die Gastronomie nach draußen vor die imposante Kulisse des Gebäudes verlagert. Dann kann man an einem Bauwagen warme und kalte Getränke bestellen, auf Bierbänken unter den Platanen Platz nehmen und die Seele baumeln lassen. Geöffnet Mi–So von 11–19 Uhr (Montags / Dienstags geschlossen)

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Courtesy atelier le balto / Foto: Fran Sperling

Café Bravo
KW Institute of Contemporary Art

Das KW Institute of Contemporary Art ist einer der bekanntesten Ausstellungsorte Berlins für zeitgenössische Kunst. Zum Haus in der Auguststraße in Berlin-Mitte gehört seit 1999 auch das Café Bravo. Sein Gebäude wurde von Dan Graham entworfen und mit der Architektin Johanne Nalbach realisiert. Die Stahlkonstruktion zweier ineinander gerehter Kuben mit Verkleidung aus poliertem Edelstahl sowie eine Fassade aus Einwegspiegelglas und eine lichtdurchlässige Decke erzeugen eine faszinierende Raumwirkung. Auch das kulinarische Programm ist wohldurchdacht: Unter der Woche werden wechselnde Kaffee-Röstungen und ausgewählte Pastries serviert. Zum Wochenende schenkt die Aperitivo Wine Bar feine Tropfen lokaler Händler aus. Serviert werden dazu ausgewählte Charcuterie und vegetarische Snacks. Bei schönem Wetter kann man auch im Hof Platz nehmen. Geöffnet Mi–Mo von 11–19 Uhr / Do von 11–21 Uhr (Dienstags geschlossen)

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Foto: Mariette Heinrich

Museumscafé Max
Liebermann-Villa

Wohl kaum an einem Ort kann man schöner auf den großen Wannsee blicken, als von der Terrasse der Liebermann-Villa. Kulinarisch abgerundet wird das Panorama mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen – oder eine andere Leckerei aus dem Angebot des Museumscafé Max. Die Bestellung kann vor allem am Wochenende etwas Zeit in Anspruch nehmen. Belohnt wird man mit einer riesigen Kuchenauswahl und verschiedenen Kaffeesorten. Auch Herzhaftes, wie Gemüsepizza oder Quiche, gibt es. Falls das Wetter nicht zum Verweilen auf der Terrasse einlädt, kann man seine Bestellung im ehemaligen Speisezimmer des Malers Max Liebermann zu sich nehmen. In den Genuss des Museumscafé Max kommen Sie allerdings nur im Rahmen des Museumsbesuches. Geöffnet Mi–Mo von 11–17 Uhr von Oktober bis März bzw. von 10–18 Uhr von April bis September (Dienstags geschlossen)

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© me Café. Foto: Lidia Tirri

me Café
meCollectors Room Berlin

Der meCollectors Room, das Haus des Sammlers Thomas Olbricht, empfängt die Besucher*innen mit dem me Café – und manch einer lässt sich erst einmal dort nieder. Zu verlockend ist das Angebot, eine Suppe oder eines der köstlichen belegten Sauerteigbrote zu bestellen und die Mitte-Flaneure zu mustern, die hier ein- und ausgehen. Man kann an einem langen Tisch Platz nehmen, dessen Platte aus einem einzigen Baumstamm geschnitten ist, oder an kleineren Tischen mit bunten Stühlen. Neon-Schriftzüge und fantasievolle Leuchter über den Köpfen, eigenartige Objekte wie ein hölzerner Widderkopf machen neugierig auf die barocke Wunderkammer und auf die zeitgenössische Kunst, die in den weiter hinten gelegenen Räumen wartet. Geöffnet Mi–Mo von 12–18 Uhr (Dienstags geschlossen)

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© Museumsportal. Foto: S. Schmidt

Café Villa Oppenheim
Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Die Touristen, die sich rund ums Schloss Charlottenburg tummeln, finden nicht hierher: In dem kleinen Café am Rand des Schustehrusparks kann man in Ruhe Zeitung lesen, sich mit Freunden treffen oder einfach nur den Ort genießen. Im Sommer sitzt man an Holztischen unter alten Kastanien. In der Villa Oppenheim verbrachten einst die Familien Mendelssohn und Oppenheim die Sommermonate, heute beherbergt sie das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf mit seinen Ausstellungen zur Kultur- und Kunstgeschichte des Bezirks. Im Café wird alles frisch zubereitet. Es gibt eine wöchentlich wechselnde Karte mit Gerichten meist unter 10 € und sonntags ein Frühstücks-buffet. Geöffnet Di–So von 10–20 Uhr (Montags geschlossen)

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Foto: Staatliche Museen zu Berlin

Eßkultur und KAFFEE!
Museum Europäischer Kulturen

Die kulinarischen Angebote des Museums Europäischer Kulturen (MEK) im idyllischen Dahlem sind nicht leicht zu finden, doch sie lohnen den Besuch! Aufgrund der etwas längeren Anreise empfiehlt sich auch, Ausstellungsbesuch und Kaffeepause zu verbinden. Mittags lockt der Lunchtisch im Restaurant Eßkultur. Hier werden sowohl vorbereitete Speisen für den kleinen Hunger in der Mittagspause, als auch eine kleine Auswahl frischer Speisen à la carte serviert. Die Küche ist frisch, abwechslungsreich und multikulturell. Für süße Freuden empfiehlt sich das KAFFEE! unmittelbar neben dem MEK. Im buntgestalteten Innenraum oder im grünen Hof kann man Getränke und selbstgebackenen Kuchen genießen und die Seele baumeln lassen. Eßkultur: Mo bis Fr 10–16 Uhr, So 11–16 Uhr / Kaffee!: Di bis Fr 12–17 Uhr, Sa & So 12–18 Uhr

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Foto: Charlotte Bolwin

Kaffeehaus Dallmayr
Museum für Kommunikation

Wie wäre es, den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück in einem Museum zu beginnen? Oder möchten Sie lieber eine kleine Pause während des Ausstellungsbesuches einlegen bei feiner Patisserie sowie Kaffee- und Teespezialitäten? Im Kaffeehaus Dallmayr im Museum für Kommunikation erwarten Sie nicht nur vielseitige Frühstücksangebote, leckere Torten und Kuchen, sondern auch eine einzigartige Atmosphäre: Dieses charmante Museumscafé lässt Sie eintauchen in die Kaffeehaus-Kultur des 19. Jahrhunderts. Auf der Speisekarte finden sich auch zahlreiche Berliner Spezialitäten. Mittags unter der Woche gibt es einen vorzüglichen Business-Lunch, den man bei schönem Wetter auch auf der zum Hof gelegenen Terrasse zu sich nehmen kann. Geöffnet Mi–Fr von 11–17 Uhr & Di, Sa, So und an Feiertagen von 11–18 Uhr

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© LePopulaire. Foto: Andreas Bohlender

LePopulaire
PalaisPopulaire

Zwischen Bebel- und Schlossplatz gibt es viel zu besichtigen, aber kaum Möglichkeiten einzukehren. Das hat sich mit dem Einzug der Deutschen Bank in das barocke Prinzessinnenpalais nun geändert. Denn außer hochkarätigen Ausstellungen gibt es im PalaisPopulaire, wie schon in der Deutschen Bank Kunsthalle, einen originellen Shop und das Café LePopulaire. Beide teilen sich das lange Foyer, das viel Licht durch die hohen Barockfenster bekommt. Mit freigelegter Betonkonstruktion, Gussasphaltboden und sichtbarer Technik unter der Decke wirkt es kühl und doch einladend. Der international bekannte Gastronom Kofler sorgt für interessante Fusionküche. Auch köstliche Kuchen gibt es hier wieder – wie schon im Opernpalais. Geöffnet Mi–Mo 11–23 Uhr mit Küche bis 21 Uhr (Dienstags geschlossen)

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© Georg Kolbe Museum

Café K
Georg Kolbe Museum

Wer nach dem Besuch einer Ausstellung im Georg Kolbe Museum hungrig geworden ist, braucht nur ein paar Schritte durch den Garten zu gehen – im früheren Haus der Tochter des Bildhauers liegt das Café K. Eine Mauer schirmt die beiden kubischen Backsteinbauten von der Straße ab. Im Garten mit seinen hohen Kiefern, Rhododendren und Heckenrosen verteilen sich die Schöpfungen des Künstlers, Hockende, Stehende und Tanzende aus Bronze. Das Café hat den Charme eines Privathauses bewahrt – auch einen Kamin und ein Klavier gibt es. Donnerstagsabends kann man Konzerten oder Lesungen lauschen. Im Sommer ist der schönste Platz die Terrasse mit Blick in den Garten. Der Kuchen ist selbstgebacken, besonders beliebt sind die Rüblitorte und der Käsekuchen. Geöffnet täglich von 10–18 Uhr (wegen Umbau in 2020 geschlossen)

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