10 Tipps zu 100 Jahre Revolution
Berlin 1918/19

Vor 100 Jahren gingen Menschen in Berlin und in anderen Städten Deutschlands auf die Straße, weil sie an der Versorgungslage verzweifelten und ein Ende des Ersten Weltkrieges herbeisehnten. Die damaligen Aufrufe „Versammelt Euch!“, „Macht Frieden!“, „Mischt Euch ein!“, „Keine Gewalt!“ und „Beteiligt alle!“ sind heute immer noch aktuell. Wofür im Berliner Revolutionswinter 1918/19 gekämpft wurde, erfahren Sie derzeit in einer ganzen Reihe von Ausstellungen.

© Chiaru Shiota

Historischer Möbelwagen
Aktion im Stadtraum

Im Rahmen des Themenwinters macht ein historischer Möbelwagen, wie er in der Revolution als Barrikade genutzt wurde, an zentralen Plätzen in der Stadt halt. Transparente Architekturen der Künstlergruppe "Plastique Fantastique" öffnen ihn zum Stadtraum hin. Texte und Hörstationen zu den revolutionären Ereignissen und Arbeiten von Künstler*innen, z.B. von Chiharu Shiota, regen dazu an, über Freiheit und Menschenrechte damals und heute nachzudenken. Stationen: Podewil 1.–28. Februar, Alexanderplatz 4.–9. März  

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© VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Freiheit
Berlinische Galerie

Im November 1918 kamen in Berlin Künstler*innen aller Stilrichtungen zusammen, die sich zur Revolution und einer mutigen Moderne bekannten. Sie gründeten die Künstlervereinigung "Novembergruppe" mit dem Ziel, eine Kunst für alle zu schaffen und die neue Gesellschaftsordnung kreativ und experimentierfreudig zu unterstützen. Die Berlinische Galerie feiert den 100. Geburtstag der Novembergruppe mit der Überblicksschau Freiheit. Die Kunst der Novembergruppe 1918–1935. Bis 11. März

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Archiv FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum

Frieden, Freiheit, Brot!
FHXB Museum

Friedrichshain und Kreuzberg waren zentrale Schauplätze im Kampf der Bevölkerung für ein Ende des Krieges. Doch wo spielten sich die Auseinandersetzungen genau ab? Begeben Sie sich in der Ausstellung Frieden, Freiheit, Brot! im FHXB Museum auf eine Stadttour mit eigenen oder entleihbaren mobilen Geräten und finden Sie die Spuren der Revolution in den Bezirken. Ein Aktionsraum sowie Lese- und Recherchebereiche laden dazu ein, sich über neue und zukünftige Revolutionen zu informieren. Bis 31. März

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Friedhof der Märzgefallenen

Revolution 1918/19
Friedhof der Märzgefallenen

Der Friedhof der Märzgefallenen wurde eigens für die Gefallenen der Revolution 1848 angelegt. An die revolutionäre Tradition anknüpfend bestatteten auch die Arbeiter*innen und Soldaten die Toten der Aufstände 1918 an diesem Ort. Doch den Gefallenen der Januarkämpfe 1919 verweigerten Regierung und Magistrat  die Ehre einer Beisetzung auf dem Revolutionsfriedhof. Die Ausstellung im Freien gibt Einblick in einen der wichtigen Schauplätze der Novemberrevolution und ihre erste Phase. Bis auf Weiteres

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© Stephanus Parmann

Revolution Neukölln 1918/19
Helene-Nathan-Bibliothek

Zur Zeit der Novemberrevolution war der Bezirk Neukölln eine eigenständige Stadtgemeinde – bekannt aufgrund der Elendsviertel, aber auch als Hochburg der Sozialdemokratie, in der oft protestiert wurde. Wie es dazu kam, dass in Folge des 9. November 1918 im Rathaus ein Arbeiter- und Soldatenrat gemeinsam tagte und warum die "Republik Neukölln" scheiterte, zeigt die Ausstellung Revolution Neukölln 1918/19 des Mobilen Museums Neukölln in der Helene-Nathan-Bibliothek. Bis 15. April

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© Stadtmuseum Berlin | Foto: Konstantin Börner

Berlin 18/19
Märkisches Museum

Wie spielte sich der Berliner Alltag im Spannungsfeld von Kriegsfolgen, Demokratisierung und eskalierender Gewalt ab? Im Märkischen Museum können Sie in die Hauptstadt der neu entstehenden Republik vor 100 Jahren eintauchen. Die Ausstellung Berlin 1918/19 - Das lange Leben der Novemberrevolution! zeigt auch, wie die Revolution in den folgenden Jahrzehnten instrumentalisiert wurde, ob zur Legitimation von Gewalt und Herrschaft oder als Feindbild. Bis 19. Mai

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© bpk / Walter Gircke

Berlin in der Revolution 1918/19
Museum für Fotografie

Was wäre eine Revolution ohne ihre ikonischen Bilder? Und wie viel Inszenierung steckt hinter diesen? Berlin in der Revolution 1918/19 im Museum für Fotografie präsentiert fotografische Aufnahmen von Soldaten mit Gewehren, Barrikaden, verwüstete Plätze und – dank des freien Wahlrechts – zum ersten Mal auch Frauen vor den Wahllokalen. Andere dokumentieren den Alltag, die Faszination an der Unterhaltungskultur im Revuetheater, Ballhaus oder Kino und geben so die Stimmung dieser Monate wieder. Bis 3. März

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Museum Lichtenberg

Schießbefehl für Lichtenberg
Museum Lichtenberg im Stadthaus

Das Museum Lichtenberg widmet sich dem Thema Gewalt in der Revolution. Es zeichnet den Weg von den Auseinandersetzungen zwischen regierungsnahen Truppen und Aufständischen bis hin zu Hinrichtungen infolge der Aufstände nach. Ein Fokus liegt auf den Randbezirken Berlins. Vor allem in Lichtenberg kam es zu willkürlichen Verhaftungen und Misshandlungen von Revolutionären oder sogar unbeteiligten Zivilisten. Die Ausstellung Schießbefehl für Lichtenberg gibt auch Antwort auf die Frage, wie die Revolution vor 100 Jahren schließlich endete. Bis 5. Mai

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Museum Pankow

Der Verrat?!
Museum Pankow

Das Museum Pankow in der Prenzlauer Allee rückt in Der Verrat?! Legenden und kontroverse Ansichten zur Novemberrevolution in den Fokus. In zeitgenössischen Kommentaren, Artikeln des Journalisten und Publizisten Sebastian Haffner, der sich vor 50 Jahren mit der Bedeutung und Wirkung der Revolution auseinandersetzte, und heutigen Bewertungen lässt die Ausstellung 100 Jahre Rezeptionsgeschichte Revue passieren. Anhand von Haffners sieben Thesen und historischen Film­sequenzen können Sie sich Ihre eigene Meinung zur Bedeutung der Revolution bilden. Bis 19. Mai

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Foto: Henning Wellmann

Revolutionszentrum
Podewil

Jede Revolution braucht ein Zentrum, an dem Beteiligte miteinander ins Gespräch kommen können. Das Revolutionszentrum des Themenwinters befindet sich im Podewil in Berlins Mitte. Unter dem Motto „Die Woche beginnt mit Revolution“ geht es dort jeden Montag um zentrale Fragen der Revolution und ihre Relevanz heute. Dazu finden Gespräche, szenische Lesungen, Konzerte, Theater oder ein Slam statt. Ab dem 1. Februar sehen Sie hier auch die Ausstellung Es lebe das Neue!, die alle künstlerischen Interventionen und Aktionen zusammenfasst, die den Themenwinter prägten. Ausstellung bis 11. Februar, Veranstaltungen bis 11. März

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