Gedenkstätte Günter Litfin

Stiftung Berliner Mauer

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Der ehemalige Führungsturm am Kieler Ufer, 2018. Foto: Stiftung Berliner Mauer Foto: Stiftung Berliner Mauer

Die Gedenkstätte am Kieler Eck befindet sich in einer ehemaligen Führungsstelle der DDR-Grenztruppen am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal (heute Stadtbezirk Berlin-Mitte). Nach dem Mauerfall wurde sie zu einem Erinnerungsort für eines der ersten Todesopfer an der Berliner Mauer: Günter Litfin. Sie ist gleichzeitig ein Dokument des Grenzregimes und ein Zeugnis für seine Opfer.
Entlang der Berliner Mauer standen zuletzt 280 Wachtürme, die mit Grenzsoldaten besetzt waren. 32 davon waren Führungsstellen. Von dort kommandierten Offiziere oder Unteroffiziere die Besatzungen der Wachtürme und die Patrouillen in einem Grenzabschnitt. Der Kommandeur war dafür verantwortlich, dass in seinem Abschnitt keine Flucht gelang. Dazu stand er mit seinen Vorgesetzten, den Wachturmbesatzungen und der Volkspolizei in direktem Kontakt. In der Führungsstelle liefen die Informationen zusammen; dort war eine Alarmgruppe untergebracht, die gegen Flüchtlinge eingesetzt werden konnte. Am 24. August 1961 versuchte Günter Litfin unweit der Führungsstelle am Kieler Ufer die Flucht nach West-Berlin und wurde erschossen.
Günters Bruder, Jürgen Litfin, setzte sich nach dem Mauerfall für den Erhalt der ehemaligen Führungsstelle ein. Durch dieses bürgerschaftliche Engagement blieb der Wachturm trotz umgebender Neubebauung erhalten. Am 24. August 2003 eröffnete Jürgen Litfin hier einen Erinnerungsort an die Berliner Mauer und ihr erstes durch Schüsse zu Tode gekommenes Opfer. Der von ihm gegründete Verein betreute die Gedenkstätte, bis sie 2017 in die Obhut der Stiftung Berliner Mauer kam.

Gedenkstätte Günter Litfin
Kieler Straße 2
10115 Berlin

Servicetelefon
+49 (30) 467 98 66-23
Website
www.gedenkstaette-guente…
E-Mail
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Winter

1. Oktober 2018 - 30. April 2019

Montag - Sonntag
Geschlossen
Sommer

1. Mai 2019 - 30. September 2019

Montag - Freitag
Geschlossen
Samstag - Sonntag
11:00 - 17:00 Uhr

Bitte beachten Sie, dass aus Sicherheitsgründen max. 15 Personen gleichzeitig den Turm betreten dürfen. Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich. BesucherInnen sollten schwindelfrei sein (steile Treppen!).

Eintritt frei

Der Turm ist nicht barrierefrei. 

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