Industriesalon Schöneweide

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Besucher vor dem Industriesalon Schöneweide Foto: Susanne Reumschüssel

Der im Südosten Berlins gelegene Stadtteil Oberschöneweide entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Standort der Elektroindustrie. Die AEG ließ hier riesige Werkhallen bauen.
Auch in der DDR war Schöneweide der größte innerstädtische Industriestandort. Nach dem Mauerfall wurden die meisten Betriebe liquidiert, seitdem haben sich Künstler und einige kleinere Betriebe in den denkmalgeschützten Gebäuden angesiedelt.
Der von einem Verein getragene Industriesalon Schöneweide führt die Veränderung dieses bedeutenden Industriestandortes vor Augen. In der etwa 600 m² großen Halle, die bis 1989 zum Transformatorenwerk Oberschöneweide gehörte, zeigt eine Dauerausstellung Gegenstände aus der Produktion des ehemaligen Werkes für Fernsehelektronik, des größten Betriebs Ostberlins. Zu sehen sind vor allem Maschinen und Geräte zur Herstellung von Elektronenröhren sowie deren Anwendungen, darunter eine elektronische Orgel, der Prototyp des DDR-Mikrowellenherdes, Raketenköpfe, Mikroskope und Radaranlagen. Mitarbeiter des Werks für Fernsehelektronik haben diese Sammlung, darunter auch komplett eingerichtete Arbeitsplätze, in den 1980er-Jahren angelegt und in den 1990-er Jahren vor dem Verschrotten gerettet.
Der Industriesalon ist auch ein Besucherzentrum für Industriekultur des Bezirks Treptow-Köpenick. Jeden Freitag um 14 Uhr und jeden Sonntag um 12 Uhr werden Führungen durch die ehemalige Elektropolis angeboten.

 

Industriesalon Schöneweide
Reinbeckstraße 9
12459 Berlin

Telefon
+49 (030) 53007042
Führungsbuchungen
+49 (030) 53603059
Website
www.industriesalon.de
E-Mail
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Montag
Geschlossen
Dienstag -Sonntag
14:00 - 18:00 Uhr
Eintritt frei
Führungsbuchungen
+49 (030) 53603059

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