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Ausblick 2022

Ausstellungen, neue Orte, Wiedereröffnungen

Bedeutende Persönlichkeiten, bewegte Geschichte oder wegweisende Fotografie, faszinierende Kunst und Wissenschaft aus verschiedenen Epochen – das neue Jahr hält zahlreiche sehenswerte Sonderausstellungen bereit. Auch einige Umzüge, Wieder- und Neueröffnungen von Museen sind zu erwarten. Worauf wir uns besonders freuen, lesen Sie hier. Und falls dieser Vorgeschmack Lust auf weitere Ausstellungen weckt, zeigt der Filter Sonderausstellungen bereits jetzt den Großteil des Jahresprogramms aller Berliner Museen.

Klaus Wrage, Blatt zu Purgatorio XXII („Die Göttliche Komödie“), 1923, Holzschnitt
© Dr. Helgi und Helga Wrage, © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz
Holzschnitt von Klaus Wrage: Skelette recken ihre Arme nach oben, sie brennen im Feuer.

Höllenschwarz und Sternenlicht | Dantes Göttliche Komödie in Moderne und Gegenwart

Kupferstichkabinett

12. Februar bis 8. Mai 2022
Anlässlich des 700. Todestags von Dante Alighieri widmet sich die Ausstellung unterschiedlichen Formen der künstlerischen Auseinandersetzung mit der reichen Bildwelt der „Göttlichen Komödie“. Die Auswahl der Werke reicht vom frühen 19. Jahrhundert bis heute. Neben Erwerbungen der letzten Jahre von Andreas Siekmann, Ebba Holm und Klaus Wrage sind selten gezeigte Dante-Arbeiten von Sandro Botticelli, Bertel Thorwaldsen, Odilon Redon, Arnold Böcklin oder Wilhelm Lehmbruck zu sehen.

Alanis Obomsawin auf einem Fels am Lake of Two Mountains, Kanehsata:ke, 1990
John Kenney
Alanis Obomsawin auf einem Fels am Lake of Two Mountains, Kanehsata:ke, 1990

Alanis Obomsawin | The Children Have to Hear Another Story

Haus der Kulturen der Welt

12. Februar bis 18. April 2022
Alanis Obomsawins Filme geben Einblick in das Leben und die politischen Anliegen Indigener Communities. Ihr Werk stellt das vom Kolonialismus bestimmte Weltsystem grundlegend infrage. Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zum aktuellen europäischen Diskurs über die Geschichte der Repräsentation. Mit einer Auswahl an Filmen, Druckgrafiken und Musik wird Obomsawins Lebenswerk als Dokumentarfilmerin, Geschichtenerzählerin und Zuhörerin reflektiert.

Hannah Höch Der Zaun 1928 Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur Foto: Kai-Annett Becker/Berlinische Galerie © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Foto: Kai-Annett Becker/Berlinische Galerie © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Eine gelbe und eine blaue Figur sitzen einander zugewandt in der Mitte des Gemäldes auf einer Art Plattform, darum abstrakte Formen, Tiere, im Hintergrund ein Zaun und ein Baum.

Hannah Höch | Abermillionen Anschauungen

Bröhan-Museum

16. Februar bis 15. Mai 2022
Hannah Höch ging als Dada-Ikone in die Geschichte ein. Bekannt ist sie vor allem für ihre Foto-Collagen, die sich kritisch mit Politik und Gesellschaft auseinandersetzen. Doch ihr Werk reflektiert auch das autonome künstlerische Statement einer ungewöhnlichen Persönlichkeit. Mit über 120 Arbeiten aus allen Schaffensbereichen und -perioden, teilweise selten oder noch nie gezeigt, beleuchtet diese Ausstellung die gesamte Bandbreite eines ebenso vielfältigen wie widersprüchlichen Œuvres.

Lotte Laserstein, Dame mit roter Baskenmütze, um 1931, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Anja Elisabeth Witte
VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Anja Elisabeth Witte
Dame in rotem Kostüm mit roter Baskenmütze, sitzend nach links.

Modebilder – Kunstkleider

Berlinische Galerie

18. Februar bis 30. Mai 2022
Die Berlinische Galerie, in deren Sammlung Mode überraschend präsent ist, beleuchtet das Verhältnis von Künstler*innen zur Mode und bietet so einen neuen Blick auf eigenen Bestände. Neben einer großen Zahl von Modefotografien quer durch das 20. Jahrhundert spiegeln ebenso Gemälde und Zeichnungen die Mode als Ausdrucks- und Repräsentationsmittel einer Zeit: vom Reformkleid um 1900 über die Dada-Dandies der 1920er-Jahre bis zu avantgardistischen Kleidungsentwürfen in der heutigen Kunst.

Aref El Rayess, Untitled, 1977–78
Courtesy: Saradar Collection Aref El Rayess Foundation
Gemälde mit fantastischen Tieren, roter Wolf links, oben ein Vogel, Kakteen und Soldaten.

Beirut and the Golden Sixties

Gropius Bau

25. März bis 12. Juni 2022
Mit 230 Werken von 34 Künstler*innen und über 300 Archivdokumenten aus fast 40 Sammlungen lässt der Gropius Bau ein schillerndes und bewegendes Kapitel der modernen Geschichte Beiruts aufleben: die Periode zwischen der Libanonkrise 1958 und dem Ausbruch des libanesischen Bürgerkriegs im Jahr 1975. Die Ausstellung zeichnet das komplizierte Spannungsverhältnis zwischen dem künstlerischen Kosmopolitismus und den allgegenwärtigen transregionalen und politischen Gegensätzen Beiruts nach.

Rosalind Nashashibi (1973-) und Lucy Skaer (1975-), Why are you angry?, Detail, 2017, Video-Still
© Courtesy of Nashashibi/Skaer and Grimm Gallery
Film-Still: Frauen in bunten Tüchern mit Blüten im Haar sitzen und stehen vor einer blauen Hausfassade.

Paul Gauguin - Why Are You Angry?

Alte Nationalgalerie

25. März bis 10. Juli 2022
Paul Gauguin gehört zu den einflussreichsten Wegbereitern der künstlerischen Moderne, dessen bekannteste Gemälde in den Jahren zwischen 1891 und 1901 auf der Südseeinsel Tahiti entstanden. Die Ausstellung betrachtet Gauguins Werke, geprägt von westlichen, kolonialen Vorstellungen von „Exotik“ und „Erotik“, vor dem Hintergrund aktueller Diskurse und konfrontiert seine Arbeiten mit Positionen zeitgenössischer Künstler*innen.

Blick auf das Terrassenrestaurant „Minsk“, 1980 © Wohnungsbaukombinat, Foto: Heidemarie Milkert
© Wohnungsbaukombinat, Foto: Heidemarie Milkert
Blick auf das Terrassenrestaurant „Minsk“, 1980 © Wohnungsbaukombinat, Foto: Heidemarie Milkert

Das MINSK

Neueröffnung im Frühjahr 2022

Aus einem früheren DDR-Terrassenrestaurant entsteht am Brauhausberg in Potsdam ein Ausstellungshaus für moderne Kunst. Hier wird DDR-Kunst aus der Sammlung Hasso Plattner in neuem Kontext gezeigt. In den beiden Hauptgeschossen entstehen Ausstellungsflächen von insgesamt 900 Quadratmetern. Im Obergeschoss ist ein Café mit Außenterrasse geplant, das als neuer Treffpunkt an alte Zeiten anknüpfen soll. Das ehemals äußerst beliebte Restaurant „Minsk“ wurde 1977 eröffnet. Im modernistischen DDR-Stil erbaut, sollte es die Freundschaft zwischen der DDR und dem großen Bruder Sowjetunion bekräftigen, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit von Künstler*innen beider Länder. 

© DHM
Detail des Ausstellungsplakats: violett-grü-grauer grafischer Hintergrund, darauf montiert historisches Schwarz-weiß-Foto von zwei Damen im Opernkostüm, vermutlich Walküren.

Richard Wagner und das deutsche Gefühl

Deutsches Historisches Museum

8. April bis 11. September 2022
Richard Wagner hat das 19. Jahrhundert ganz unterschiedlich geprägt – als wirkmächtiger Komponist aber auch als Revolutionär, als Exilant, als umstrittener Antisemit. Er war Zeuge politischer Umbrüche und Strömungen und hat gesellschaftliche und emotionale Befindlichkeiten seiner Zeit aufgegriffen und gestaltet. Die Ausstellung befasst sich mit Wagners Inszenierungen konkreter Gefühle. Seine Vorstellungen vom Musikdrama als Gesamtkunstwerk implizierten immer auch Kritik an der Moderne. Sie entsprachen dem Anspruch, die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit zu verändern – dies findet sich in anderer Ausprägung auch bei Karl Marx, dem das DHM parallel vom 10. Februar bis 21. August 2022 eine Sonderausstellung widmet.

Johann Christoph Frisch, Porträt Moses Mendelssohn, Berlin 1783
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Roman März.
Grafische Bearbeitung eines Gemäldes von Johann Christoph Frisch, Porträt Moses Mendelssohn, Berlin 1783 © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Roman März.

"Wir träumten von nichts als Aufklärung" | Moses Mendelssohn in seiner Zeit

Jüdisches Museum Berlin

14. April bis 11. September 2022
Moses Mendelssohn, schon zu Lebzeiten eine europäische Berühmt­heit, ist bis heute eine zentrale Gestalt des deutschen Judentums. Die Ausstellung präsentiert die Aufklärung als Umbruchs­labor, während der Menschen­rechte, Meinungs­freiheit und die Viel­falt individueller Lebens­entwürfe formuliert und eingefordert wurden. Mit seinen Vorstellungen zur Emanzipation der Jüdinnen*Juden, zu Minder­heiten­rechten und dem Verhältnis von Staat und Religion eröffnet Mendelssohn den Weg in die Moderne – und provoziert bis heute Fragen zur jüdischen Identität.

Samurai Museum Berlin

Neuer Name, Neuer Standort

Ab 8. Mai 2022
Das Samurai Museum Berlin, ehemals Samurai Art Museum, zieht von Dahlem an seinen neuen zentralen Standort in die Auguststraße in Berlin-Mitte. Die Präsentation der umfangreichen Sammlung Janssen lässt die Geschichte der Samurai mittels historischer Originalobjekte und immersiver VR-Technik lebendig werden. Der alte Museumsstandort beherbergt in Zukunft ein Recherchezentrum zur Geschichte der Samurai.

Schliemanns Welten

James-Simon-Galerie und Neues Museum

13. Mai bis 6. November 2022
Anlässlich des 200. Geburtstags widmet das Museum für Vor- und Frühgeschichte dem bekanntesten deutschen Archäologen Heinrich Schliemann (1822–1890) eine große Sonderausstellung. Mit rund 700 Objekten – darunter viele internationale Leihgaben – steht neben spektakulären Ausgrabungsfunden auch erstmals der „unbekannte“ Schliemann (vor seiner Hinwendung zur Archäologie) im Fokus einer Ausstellung. Die Schau setzt sich anhand aktueller Forschungsergebnisse kritisch mit den archäologischen Methoden seiner Zeit auseinander.

© SPSG / Detlef Presberger
Der Theaterbau am Schloss Charlottenburg, gelbe Fassade.

Käthe Kollwitz Museum

Umzug in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg

Im Sommer bezieht das Käthe-Kollwitz-Museum den dreigeschossigen frühklassizistischen Theaterbau am Schloss Charlottenburg und fügt sich harmonisch in das Museumsquartier Charlottenburg ein. Mit dem Umzug verdoppelt sich die Ausstellungsfläche der bisherigen Räume in der Fasanenstraße und das Museum wird endlich barrierefrei. Bis zum 20. März ist noch die aktuelle Sonderausstellung am alten Standort zu sehen.

Humboldt Forum Südfassade
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Alexander Schippel
Humboldt Forum Südfassade

Humboldt Forum

Eröffnung des Ostflügels

In der ersten Jahreshälfte eröffnet mit dem Ostflügel der letzte Teil des Humboldt Forums. Das Museum für Asiatische Kunst und das Ethnologische Museum, mit insgesamt 14.000 Quadratmeter genutzter Fläche die größten Akteure, beziehen das zweite und dritte Obergeschoss. Vom 17. Juni bis 31. Oktober 2022 ist die australische Ausstellung „Songlines: Tracking the Seven Sisters“, die sich den indigenen Schöpfungserzählungen widmet, zu Gast. Ein innovatives multimediales Ausstellungsdesign soll in Verbindung mit zeitgenössischer Kunst und Performance das über Jahrtausende tradierte Wissen indigener Australier*innen einem internationalen Publikum nahebringen.  

Skelett des Tyrannosaurus Rex Tristan Otto im Ausstellungssaal im Museum für Naturkunde Berlin
@Museum für Naturkunde Berlin/ Foto: Carola Radke
Skelett des Tyrannosaurus Rex Tristan Otto im Ausstellungssaal im Museum für Naturkunde Berlin

T-Rex Tristan

Rückkehr ins Museum für Naturkunde

Im Dezember 2015 kam Tristan Otto als erstes original T-Rex-Skelett nach Europa und an das Museum für Naturkunde in Berlin. Seither begeisterte der Dinosaurier-Superstar das Publikum. Anfang 2020 hieß es für die Berliner Abschied nehmen – zumindest für eine gewisse Zeit. Im Rahmen einer Kooperation war Tristan Otto von Juni 2020 bis Dezember 2021 in der Sonderausstellung „King of Dinosaurs“ im Naturkundemuseum Kopenhagen zu sehen. 2022 kehrt der Publikumsliebling zurück, das genaue Datum wird noch bekanntgegeben.

Sibylle Bergemann, Birgit, Berlin, 1984
© Estate Sibylle Bergemann/OSTKREUZ. Courtesy Loock Galerie, Berlin
Eine Frau in Kleid und Mantel auf einer weitläufigen Autostraße unter Straßenlaternen. Aufnahme bei Tag.

Sibylle Bergemann | Stadt Land Hund Fotografien 1966-2010

Berlinische Galerie

24. Juni bis 10. Oktober 2022
Sibylle Bergemann (1941–2010) ist eine der bekanntesten deutschen Fotografinnen. Über mehr als vier Jahrzehnte hinweg schuf die Berlinerin ein außergewöhnliches Werk mit Mode- und Porträtaufnahmen und literarischen Reportagen. Zunächst in der DDR tätig, war sie nach der Maueröffnung Mitbegründerin der OSTKREUZ – Agentur der Fotografen. Die Ausstellung zeigt über 200 Fotografien aus den Sammlungsbeständen des Museums und dem Nachlass der Fotografin. Erstmalig werden auch ausgewählte Motive des Frühwerks ausgestellt.

Louise Bourgeois, The Good Mother (detail), 2003 Stoff, Faden, rostfreier Stahl, Holz und Glas, 109,2x 45,7 x 38,1cm The Easton Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Foto: Christopher Burke
The Easton Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Foto: Christopher Burke
Eine Puppe aus rosa Strick mit bandagiertem Kopf.

Louise Bourgeois | The Woven Child

Gropius Bau

22. Juli bis 23.Oktober 2022
„The Woven Child“ ist die erste große Ausstellung zum textilen Werk von Louise Bourgeois. Anhand einer Vielzahl von Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Collagen, Büchern und Drucken zeigt sie die lebenslange Verbindung der Künstlerin zu Textilien – und die Erinnerungen, die diese hervorriefen.

Donatello, Maria mit dem Kind („Pazzi-Madonna“), Detail, ca. 1422, Marmor
© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Relief der Pazzi-Madonna, Marmor. Die Madonna hält das Kind Stirn an Stirn.

Donatello | Erfinder der Renaissance

Gemäldegalerie

2. September 2022 bis 8. Januar 2023
Nach fast vierzig Jahren und erstmals in Deutschland wird dem Florentiner Ausnahmebildhauer Donatello (um 1386 – 1466) eine große Sonderausstellung gewidmet. Im Fokus der Gemäldegalerie steht neben der Vielschichtigkeit seines Werkes vor allem Donatellos Einfluss auf die Entwicklung der gesamten Renaissancekunst, nicht zuletzt auch auf die Malerei.

Photobooth. Man in make-up wearing a woman’s ring, United States, ca. 1920, gelatin silver print with colour retouching. Collection Sébastien Lifshitz
Collection Sébastien Lifshitz
Fotoportrait eines jungen Mannes mit nachträglich kolorierten Lippen in Rot.

Queerness in Photography

C/O Berlin

17. September 2022 bis 21. Januar 2023
Drei komplementäre Ausstellungsteile präsentieren die Darstellung von Identität, Gender und sexueller Orientierung innerhalb der Fotografie: Gezeigt wird die vom Drehbuchautor Sébastien Lifshitz zusammengetragene Sammlung, die einen Einblick in die Tradition des Cross Dressings zwischen 1880 und dem Ende des 20. Jahrhunderts gibt. Ergänzend sind Archivmaterialien der sich als homosexuelle Dragqueen inszenierenden Künstlerin Cindy Sherman zu sehen. Der dritte Ausstellungsteil widmet sich dem gender-nonkonformen Film "Orlando", dessen Hauptdarstellerin Tilda Swinton eine Auswahl zeitgenössischer Positionen für das C/O kuratiert hat.

© Stadtmuseum Berlin, Foto: Cornelius M. Braun
Blick von unten auf die gewölbte Zierfassade des Ephraim-Palais. Blauer Himmel.

Museum Ephraim-Palais

Wiedereröffnung im Oktober 2022

Ende 2019 musste das barocke Ephraim-Palais für umfassende Sanierungsarbeiten schließen. Für Oktober ist mit der Ausstellung „Paul van Ostaijen trifft Berlin – Berliner treffen Paul van Ostaijen“ die Wiedereröffnung geplant. Sie stellt den flämischen Künstler vor, der eine wichtige Rolle in der Berliner Avantgarde spielte, und beleuchtet bisher weniger beachtete Facetten der „wilden“ 1920er-Jahre.

Yamamoto Masao: Ohne Titel (# 1637), aus der Serie „Kawa = Flow“, 2016
© Yamamoto Masao
Eine weiße Eule von unten fotografiert.

Vogelschau und Froschperspektive | Fotografie für Kinder

Museum für Fotografie

9. Oktober 2022 bis 19. Februar 2023
Erstmals öffnet das Museum für Fotografie seine Tore explizit für Kinder: Rund 160 Werke veranschaulichen die Gebrauchsweisen, Gestaltungs- und Ausdrucksformen der Fotografie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Zehn assoziative Kapitel bieten eine bunte Fülle an Bildern und Geschichten. Sie berühren Themen zum Finden, Sammeln und Erzählen, zum Lesen, zu Entdeckungen im Alltag und zu Naturereignissen in Stadt und Land.

Victor Brauner, Der Surrealist, 1947, Peggy Guggenheim Collection, Venedig
© Solomon R. Guggenheim Foundation, New York/ VG-Bildkunst, Bonn, 2021
Person in historischem Kostüm mit großem braunem Hut an einem blauen Tisch, der Katze und Fisch zugleich ist. Auf dem Tisch oder Fischkörper liegen Schwert, Kelch und Münzen. Im Vordergrund ein Teich.

Surrealismus und Magie | Verzauberte Moderne

Museum Barberini

22. Oktober 2022 bis 29. Januar 2023
Die Ausstellung ist die erste umfassende Werkschau, die das Interesse der Surrealist*innen an Magie und Mythos in den Blick nimmt. Über 90 Arbeiten werden präsentiert, darunter bedeutende Schlüsselwerke von Victor Brauner, Paul Delvaux, Max Ernst, Leonor Fini, René Magritte, Kurt Seligmann, Yves Tanguy und Dorothea Tanning.

Mona Hatoum in ihrem Studio, 2018.
Gabby Laurent
Mona Hatoum in ihrem Studio, 2018.

Mona Hatoum

Georg Kolbe Museum, KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, n.b.k.

8. September 2022 bis 8. Januar 2023
Mona Hatoums macht in ihren Skulpturen, Installationen, Videoarbeiten, Performances und Papierarbeiten die Fragilität der menschlichen Existenz erfahrbar. Hatoums intensive Beschäftigung mit Migration, Exil und staatlicher Kontrolle ist untrennbar mit ihrer Biografie verwoben. In ihren jüngsten Werken erforscht Hatoum prekäre Zustände in einer globalisierten Welt. Die elementaren Formen ihrer raumgreifenden Installationen suggerieren Stabilität und tragen doch das Potential eines plötzlichen Zusammenbruchs in sich. Ihre Werke werden an drei Orten zu sehen sein.

© BBM
Blick ins Schaudepot des Museums. Diverse Glasbehälter mit Organen, im Vordergrund ein Modell der Muskulatur des Menschen.

Medizinhistorisches Museum der Charité

Wiedereröffnung Ende 2022

Seit 2020 wird das Medizinhistorische Museum auf allen sieben Etagen um- und ausgebaut: Es entsteht ein neuer erweiterter Eingangsbereich mit Shop und Multifunktionsraum, die Ausstellungsetagen werden klimatisch ertüchtigt und Nebenräume zu Depot- und Projektarbeitsflächen für die Aussgellungsplanung ausgebaut. Ende des Jahres wird es wieder möglich sein, der Medizingeschichte der vergangenen drei Jahrhunderte in aufgefrischter Kulisse nachzuspüren.