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Berliner Museumsgärten

Tipps für die schönsten Orte im Grünen

Drinnen und Draußen, Kunst und Natur - in unserem Serviceartikel verbinden wir beides und haben besondere Museumsorte im Grünen für Sie zusammengestellt. Manche Gärten sind frei zugänglich, manche können zusammen mit dem Museum besucht werden, einige dienen sogar selbst als grüne Ausstellungsfläche für die Kunst.

(Stand: April 2024)

Italienischer Garten im Botanischen Garten Berlin
© BGBM / Foto: I. Haas
Italienischer Garten im Botanischen Garten Berlin © BGBM / Foto: I. Haas

Die Welt in einem Garten

Botanischer Garten

Von den Alpen in die Tropen und von Japan bis Südamerika – im Botanischen Garten in Berlin kann man regelrecht eine Weltreise machen, und genau das war auch die Idee des Gründers Adolf Engler vor über 100 Jahren. Mit 15 Gewächshäusern, vielen Themengärten und 20.000 verschiedenen Pflanzenarten gehört der Berliner Botanische Garten zu den größten und bedeutendsten der Welt. Das dazugehörige Museum hat aktuell geschlossen, aber hier ist tatsächlich die Natur das Hauptausstellungsstück.

Brücke Museum Berlin
©CeeCeeCreative2024
Brücke Museum Berlin

Kunst in der Natur

Brücke-Museum

Das Brücke-Museum liegt am Rande des Grunewalds – allein die Anreise fühlt sich eher an wie ein Ausflug in die Natur als ein Museumsbesuch. Und selbst wenn man den Düttmann-Bau betritt, ist sie nie ganz weg, die Natur, im Gegenteil: Bodentiefe Fenster ermöglichen Ausblicke in die Waldlandschaft, und die Museumsräume gruppieren sich um grüne Innenhöfe. Das ist natürlich nicht zufällig so, sondern ganz im Sinne der Künstler-Gruppe, für deren Mitglieder die Natur als Arbeitsort genauso gut war wie das Atelier.

© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Christine Sliwinski
Kinder spielen am Springbrunnen im Museumsgarten des Jüdischen Museums Berlin

Grüne Oasen in Kreuzberg

Jüdisches Museum Berlin

Zwei Garten­anlagen ergänzen das Gebäude­ensemble des Libeskind-Baus und des Altbaus. Sie bieten Besucher*innen einen Ort der Erholung und sind gleichzeitig Kulisse für verschiedene Veranstaltungen wie Familien­feste, Konzerte und Lesungen. Im streng geometrisch angelegten Museumsgarten von Kollhoff und Ovaska mit Lauben­gang, Platanen­wäldchen und einem Rund­brunnen aus rotem Granit laden eine bepflanzte Rasen­fläche und Liegestühle zum Verweilen ein. Eine weitere Gartenanlage rund um den Libeskind-Bau, entworfen von den Berliner Landschaftsgestaltern Cornelia Müller, Elmar Knippschild und Jan Wehberg, greift die Formensprache der Architektur auf. Dabei werden die von Daniel Libeskind geplanten frei stehenden Baukörper, die "Voids" oder Leerstellen innerhalb des Gebäudes, als Schotterflächen markiert. Um den Garten des Exils wächst ein Rosenhain, der daran erinnert, dass im historischen Jerusalem die Rose zu den wenigen kultisch zugelassenen Pflanzen gehörte. Der Eintritt in den Garten­bereich ist kostenlos.

© Kunsthaus Dahlem, Fotograf: Gunter Lepkowski
© Kunsthaus Dahlem, Fotograf: Gunter Lepkowski

Skulpturengarten

Kunsthaus Dahlem

In unmittelbarer Nähe zu Brücke-Museum und damit auch zum Grunewald liegt das Kunsthaus Dahlem. Einst Sitz des ehemaligen Staatsateliers des Bildhauers Arno Breker, der in seinen Werken die nationalsozialistische Ideologie zur Anschauung brachte, ist es heute ein Ausstellungshaus für die Nachkriegsmoderne in Deutschland. Das Hauptaugenmerk liegt auf der plastischen Kunst, die auch im großzügigen, naturbelassenen Garten zu sehen ist. Der Garten wiederum ist verbunden mit dem Garten des Brücke-Museums.

Skulpturenpark, Haus am Waldsee, 2020
Harry Schnitger
Skulpturenpark, Haus am Waldsee

Kunst am Wasser

Haus am Waldsee

Das Haus am Waldsee liegt märchenhaft umgeben von Bäumen zwischen Krumme Lanke und Schlachtensee. Ursprünglich als private Villa im englischen Landhausstil erbaut, wurde es 1946 zu einem Ort für die Künste. Bis heute stellt das Haus am Waldsee in jährlich fünf Einzel- oder Gruppenausstellungen internationale Gegenwartskunst vor. Und auch hier keine Kunst ohne Natur: Der Garten des Hauses, ebenfalls im englischen Stil, dient heute als Skulpturenpark. In künstlerischen Interventionen wird hier das Verhältnis zwischen Mensch und Natur befragt. Jeden zweiten Freitag ist das Haus bis 20 Uhr geöffnet, im Garten lockt eine Feuerschale mit wechselnden Leckereien aus dem Café.

Blick auf die Frontseite der Liebermann-Villa am Wannsee, 2021
© sevens[+]maltry, Potsdam

Der Garten auf der Leinwand

Liebermann-Villa am Wannsee

1909 erwarb Max Liebermann eines der letzten Wassergrundstücke der Villenkolonie Alsen am Wannsee als Rückzugsort für seine Familie. Der Garten wurde zum Inspirationsraum für mehr als 200 Ölgemälde und zahlreiche Arbeiten auf Papier. Diese Werke stehen im Mittelpunkt der Ausstellungspräsentation – es sind die Motive, die die Besucher*innen beim Spaziergang durch den Garten noch heute wiederfinden können – Blumenterrasse, Staudengarten, Birkenweg oder der Blick über die lange Rasenfläche auf die Segelboote. Der vordere Garten – ein Nutzgarten nach dem Vorbild norddeutscher Bauerngärten – wie auch der seeseitige Garten – terrassiert und mit Blick auf den Wannsee – wurden originalgetreu rekonstruiert. Im Mai kann man bei zwei Benefizführungen durch den Gärtner noch mehr über den Garten und die kommenden Projekte erfahren.

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, Berlin-Tiergarten
© Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker
Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, Berlin-Tiergarten © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Kunst auf der Terrasse

Neue Nationalgalerie

1962 erteilte der Berliner Senat dem Architekten Ludwig Mies van der Rohe den Auftrag, in Berlin ein Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts zu errichten. Die Sammlung umfasst Malerei und Plastik von der Klassischen Moderne bis zu den 1960er-Jahren. Die umgebenden gärtnerischen Anlagen dienen als Fortsetzung der Ausstellungsflächen, so im Untergeschoss in den nur durch Glasscheiben von der Ausstellung getrennten und auf der anderen Seite umfriedeten Skulpturengarten, und in der oberen Halle auf die Terrasse. Im Sommer finden zwischen Natur und Kunst Life-Konzerte statt. Und von Mai bis September gibt es alle zwei Wochen "Yoga im Garten".

Blick aufs große Atelier, 2016, Foto: Enric Duch
© Bildarchiv Georg Kolbe Museum

Kolbes Skulpturengarten

Georg Kolbe Museum

Bei der Planung von Georg Kolbes Wohn- und Atelierhausensemble ging der Architekt Ernst Rentsch sensibel auf die vorgefundene landschaftliche Situation ein. Er entschied sich für die Errichtung zweier Gebäude entlang eines ehemaligen Waldwegs, der von hochgewachsenen Kiefern flankiert wurde. Dadurch wurde der bestehende Naturraum erhalten und kultiviert. So entstand ein Skulpturengarten für Kolbes Kunst und ein privater Aufenthaltsbereich für seine Familie, geschützt vor Blicken von außen, und als Verbindung für beide Gebäude des Ensembles. An jedem ersten Sonntag im Juni, Juli und lädt der Gartentisch unter den Kiefern des Georg Kolbe Museums dazu ein, sich im Freien kreativ auszuleben. Außerdem ist im Garten ab dem 26. Mai eine neue, ortsspezifische Arbeit der französisch-ägyptischen Künstlerin Hoda Tawol zu sehen, die an der Schnittstelle von Natur und Kultur ansetzt.

Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, Berlin-Dahlem
© Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker
Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, Berlin-Dahlem © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Freiluftatelier

Museum Europäischer Kulturen

Im wunderschönen Garten des Museums Europäischer Kulturen ist zwar in der Regel keine Kunst ausgestellt, dafür dient diese grüne Oase in den Sommermonaten auch gerne mal als Freiluftatelier für ausstellungsbegleitende Workshops oder als Bühne für die Fête de la Musique. Mann kann es sich hier aber auch ganz einfach ohne Anlass gut gehen lassen und – vor oder nach dem Ausstellungsbesuch – die Ruhe in der Großstadt genießen.

Dorfansicht Museumsdorf Düppel
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Robert Bußler

Zu Besuch im Mittelalter

Museumsdorf Düppel

Im heutigen Landschaftsschutzgebiet am Krummen Fenn wurden ab den 1960er-Jahren die Reste eines Dorfes aus dem 12. Jahrhundert ausgegraben. Am historischen Ort im Berliner Ortsteil Nikolassee (Steglitz-Zehlendorf) entstand daraufhin das Museumsdorf Düppel mit nachgebauten Häusern, Speichern und Werkstätten. Das Museum vermittelt durch „Living History“ Erwachsenen und Kindern das Leben, die Landschaft und die ländliche Kultur des Mittelalters. Insbesondere der Museumsgarten ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Hier sind Pflanzen zu finden, die im Mittelalter angepflanzt wurden und zum Teil noch heute in der Naturheilkunde verwendet werden.

Museum Neukölln, 2019
© Friedhelm Hoffmann
Museum Neukölln, 2019

Ein Gutshaus im Grünen

Museum Neukölln

Das Museum Neukölln bietet einen lebendigen, interaktiven Einstieg in die Geschichte und Gegenwart des Bezirks Neukölln und befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Stadtteilkultur und -geschichte. Das Museum ist in einem idyllisch gelegenen Gutshof beheimatet und befindet sich in unmittelbarer Nähe des malerischen Schlossparks Britz. Die grünen Wiesen mit Schafen, Ziegen, Pferden und Gänsen, die blühenden Blumenbeeten und die schattigen Bäume laden Einheimische und Besucher*innen gleichermaßen ein, sich zu entspannen und die Schönheit der Natur zu genießen.

Pablo Castagnola

Pollinator Pathmaker Garten

Museum für Naturkunde Berlin

Seit Juni 2023 lädt Pollinator Pathmaker – ein lebendes Kunstwerk der Künstlerin Alexandra Daisy Ginsberg – Besucher*innen auf dem Museumsvorplatz dazu ein, die Welt aus dem Blickwinkel bestäubender Insekten zu betrachten, deren Bestand in den letzten 40 Jahren dramatisch zurückgegangen ist. Die Grundlage für Ginsbergs bestäuberfreundliche Gartenkunstwerke ist ein speziell entwickeltes, auf einem Algorithmus basierendes Pflanzprogramm, das auf der Website pollinator.art frei zugänglich ist. Das Pflanzprogramm erstellt aus einer Liste lokal geeigneter Pflanzen individuelle Bepflanzungspläne, die möglichst viele bestäubende Arten unterstützen und so zu ihrem Schutz beitragen sollen.

Blick auf Museumspark des Deutschen Technikmuseums
Foto: SDTB / Henning Hattendorf
Blick von oben auf ein Gebäudeensemble aus Backstein, umgeben von grünen Bäumen. Hinter den Gebäuden stehen ein Wasserturm und ein Schornstein.

Ein Museumspark voll Technik

Deutsches Technikmuseum

Der zwölf Hektar große Park des Deutschen Technikmuseums ist etwas Besonderes: Hier finden Besucher*innen nicht nur die Historische Brauerei, funktionsfähige Windmühlen und das Wasserrad der Schmiede, sondern auch viel Natur und Plätze zum Verweilen, Lernen und Entspannen. Eine grüne Oase mitten in Berlin.

Zois Fotis

Der Lustgarten

Altes Museum

Der Lustgarten liegt mitten auf der Museumsinsel, zwischen Altem Museum, Berliner Dom und Humboldt Forum, und war einst Teil des Berliner Schlosses. Er zählt zu den geschichtsträchtigen Plätzen der Stadt und wurde im Lauf der Zeit mehrmals umgestaltet. Heute schmücken ihn zwei Alleen aus Lindenbäumen sowie eine imposante rote Granitschale. Im Sommer laden die Rasenflächen sowie ein Brunnen in der Mitte des Gartens nach einem ausgiebigen Museumsbesuch zur Erholung ein.

Garten Karl Foerster Haus
© Marianne Majerus, Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Rückzugsort für Gartenphilosoph*innen

Karl-Förster-Garten

Blühfreudige Stauden und Ziergräser im Garten sind heute selbstverständlich. Das verdanken wir nicht zuletzt dem Potsdamer Ehrenbürger Karl Foerster (1874–1970). Bis heute prägen seine Gestaltungsideen die Gartenkultur, wie eine Ausstellung zu seinem 150. Geburtstag zeigt. In Foersters Garten in Bornim entfalten Blüten, Laub und Gestalt der Pflanzen ganzjährig ein naturalistisches Gartenbild, ergänzt von seinen zahlreichen Züchtungen. Das ehemalige Wohnhaus mit dem Garten stehen unter Denkmalschutz und sind längst ein Pilgerort für Gartenbegeisterte. Über die Landesgrenzen hinweg beeinflusste Foerster Generationen von Landschaftsarchitekten und Staudenzüchtern. Und so überdauert sein Erbe in zeitgenössischen Gärten weit über Brandenburg hinaus.

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