Digitale Ausstellung.

7Places

Sieben Orte in Deutschland

Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

(c)Zentrum für Verfolgte Künste

Die Vereinten Nationen und das Museum Zentrum für verfolgte Künste Solingen zeigen zum weltweiten Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 die mehrsprachige Online-Ausstellung „Sieben Orte in Deutschland“ www.7Places.org in diesem 75. Jahr nach dem Ende des Holocaust und
des Zweiten Weltkriegs sowie der Gründung der Vereinten Nationen am 24. Oktober.

Im Mittelpunkt stehen sieben jüdische Gemeinden in
Deutschland, deren Geschichte und Umgang mit dem Gedenken auf einem Zeitstrahl anhand von historischen Fotografien, authentischen
Kunstwerken, Dokumenten und Zeitzeugnissen präsentiert werden.
Beginnend mit dem Jahr 321, in dem der römische Kaiser Konstantin Juden den Zugang zum Rat der Stadt Köln ermöglichte, umfasst der Zeitbogen die Verfolgung und Ermordung der Juden Europas im 20. Jahrhundert bis zur globalen Erinnerungsarbeit der Gegenwart. Die Ausstellung bietet einen vertiefenden Einblick in die Geschichte der sieben dargestellten Orte jüdischen Lebens, wie sie entstehen, sich verändern, wie sie im Novemberpogrom von 1938 zum Teil zerstört und später erneut mit Leben erfüllt werden.

Neue Synagoge Berlin, Alte Synagoge in Essen,
Gedenkstätte der Landjuden an der Sieg, Gedenkort in Halle an der Saale, vertreten durch die Gedenkinstitution Leopold Zunz Zentrum
e.V., ehemalige Synagoge auf der Nordseeinsel Norderney, ehemalige Synagoge Solingen, LVR-Museum MiQua

Für die jüngere Vergangenheit werden die sieben Orte auf dem Zeitstrahl um internationale Gedenkorte und Institutionen ergänzt, beispielsweise mit dem Gründungsdatum oder mit einer Veranstaltung im Rahmen der Web-Ausstellung. Eine solche (Live)-Veranstaltung rückt nach ihrer Durchführung in die Chronologie des rückblickenden und sich fortschreibenden Zeitstrahls – ein offenes virtuelles Museum: Remembrance is vivid through communication.

Die kontinuierlich wachsende Zahl von Kooperationspartner*innen eröffnet allen die Möglichkeit, ihre Arbeit und Projekte Menschen weltweit näher zu bringen und die Vielfalt der globalen mahnenden Erinnerung an die Shoa und die Verbrechen des Nationalsozialismus zu zeigen.

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partner*innen, dem Radio Berlin-Brandenburg RBB, dem trimedialen ARD-Projekt „Auschwitz und Ich“, der ARD und dem MOCAK Museum für Gegenwartskunst Krakau. Das Themenjahr „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ beteiligt sich an „7Places – 7 Orte in Deutschland“. Zur Thematik der Ausstellung erscheint im November im Wallstein Verlag das Buch „Polyphonie des Holocaust“.
Verantwortlich für die Ausstellung im Museum Zentrum für verfolgte Künste sind die Kuratorin Birte Fritsch und der Direktor Jürgen Kaumkötter mit Unterstützung des Holocaust and the United Nations Outreach Programme als multimediale Bildungsquelle zur Erinnerung und Aufklärung über die Novemberpogrome von 1938.

Sprachen
Englisch, Deutsch
Digitales Angebot
https://www.7places.org/
Kostenfreies Angebot

Verfügbar bis:
Freitag, 31. Dezember 2021, 20:00 Uhr

Plattform: Website

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