ausgegrenzt – verfolgt – ermordet

Sinti und Roma in Lichtenberg 1933–1945

Marzahn-Hellersdorf Museum

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Vernissage
14.06.2019 18:00

Die Gastausstellung des Museums Lichtenberg im Stadthaus „ausgegrenzt – verfolgt – ermordet“ präsentiert die Ergebnisse einer mehrjährigen Recherche. Untersucht wurde, wie Menschen in Lichtenberg mit der Minderheit der Sinti und Roma umgegangen sind. Neue Erkenntnisse zum 1936 in Marzahn eingerichteten Zwangslager für Sinti und Roma und zum Arbeitshaus Rummelsburg konnten in historischen Quellen erschlossen werden. Sinti und Roma wurden rassistisch verfolgt, an diesen Orten interniert und polizeilichen Maßnahmen ausgesetzt. Sie waren von Zwangsarbeit, Eingriffen in die persönliche und körperliche Unversehrtheit durch rassenbiologische Untersuchungen und Sterilisation sowie von der Deportation in Konzentrations- und Vernichtungslager betroffen. In den erschlossenen Dokumenten finden sich auch Hinweise auf das aktive Handeln von Verantwortlichen der Lichtenberger Verwaltung. Sie waren Erfüllungsgehilfen von Institutionen wie der Berliner Polizei und der „Rassenhygienischen Forschungsstelle“, von denen die systematische Ausgrenzung und Verfolgung ausging.

Die Schau stellt auch einige Sinti und Roma vor, die den an ihrem Volk verübten Genozid überlebten. In ganz Europa fielen ihm etwa eine halbe Million Sinti und Roma zum Opfer. Das Ende der NS-Herrschaft bedeutete allerdings kein Ende der Ausgrenzung: Überlebenden blieb in der Regel eine Entschädigung versagt, und auch heute noch müssen Angehörige der Minderheit um ihre Bürgerrechte kämpfen.

Marzahn-Hellersdorf Museum
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