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Schultz

Eine Ausstellung im Schloss Sacrow anläßlich des 60. Jahrestages des Mauerbaus.Vom 7. August bis 9. November 2021.

Der gesellschaftlich-politische Wandel in Deutschland, mit all den daraus resultierenden Wunden im 20. Jahrhundert, spiegelt sich im kleinen Ort Sacrow fast musterbeispielhaft wieder. Besonders die beiden deutschen Diktaturen haben sich auf den Ort verheerend ausgewirkt.

 

Betrachtet man Sacrow heute, ist von diesen Schrecken der Deutschen Geschichte äußerlich fast nichts zu bemerken. Scheinbar 'aus der Zeit gefallen', als ob es keine Deportationen jüdischer Bewohner und kein unmenschliches Grenzsystem der DDR gegeben hätte, liegen Ort, Schloss und Kirche in einer paradiesgleichen Idylle am Wasser. Doch, "jedes Paradies trägt auch die Hölle in sich". Gelebte Leben sollen erzählen von der paradiesischen Idylle und ihrem dramatischen "dahinter".

Im Mittelpunkt stehen die Geschichten, Dokumente und Fotos von 7 Zeitzeug*innen, die hier einst lebten, oder immer noch Bewohner des Ortes sind. Die Wunden, die das Paradies erlitten hat, werden erst in den Gesprächen mit ihnen wirklich sichtbar. Viele Wunden sind indessen vernarbt, andere erscheinen wie gerade frisch zugefügt. Die Emotionen, die bei allen Zeitzeug*innen in ihren Erzählungen - zum Teil therapiegleich - frei wurden, sind beachtlich. Bei fast allen fällt tatsächlich das Wort Paradies. In einem Brief der jüdischen Kunsthändlerin Grete Ring, die von den Nazis vertrieben wurde, genauso wie im Gespräch mit Christel Hempelmann, deren Bruder von den DDR-Grenztruppen mitten im Ort erschossen wurde.

Die schöne, tatsächlich paradiesgleiche Oberfläche Sacrows verdeckt, was darunter oft an Verletzungen der Menschen verborgen ist. Ihre individuellen Seelenverwundungen werden zu kollektiven, wenn man Sacrow auch als pars pro toto für die große deutsche Geschichte - von 1945 bis heute - begreift.

Die Ausstellung soll diese Dialektik von Schönheit und Drama in ästhetisch moderner Form abbilden. Großer Wert wird dabei auf die Identifikation der Besucher mit den emotionalen biografischen Erzählungen der Zeitzeug*innen gelegt.

Im L&H Verlag ist eine Buchpublikation und eine DVD-Box unter gleichem Titel erscheinen.

© Jens Arndt /2021

Opening hours,

  • Monday 11:00 - 18:00
  • Tuesday-Thursday closed
  • Friday-Sunday 11:00 - 18:00
Last entry

17:30 Uhr

Location,

Sacrow House
Krampnitzer Straße 33, 14469 Potsdam

Telephone,

+49 (331) 96 94-200

Website,

www.ars-sacrow.de

Prices,

Admission price 10,00 €

10,00

Reduced price 5,00 €

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Catalog

Jens Arndt
Sacrow
Das verwundete Paradies

 

Wir haben ausgeliefert: das neue Buch von unserem Autoren Jens Arndt zu Sacrow

Die Dokumentation - eine Produktion des rbb - kann in der ARD Mediathek aufgerufen werden.

Die gleichnamige Ausstellung wird August 2021 eröffnet im Schloss Sacrow eröffnet.

Der gesellschaftlich-politische Wandel, mit all den daraus resultierenden Wunden in Ost-Deutschland, spiegelt sich in Sacrow beispielhaft wieder. Besonders die beiden Diktaturen in Deutschland haben sich auf den Ort verheerend ausgewirkt. Betrachtet man Sacrow heute, ist von diesen Wunden der Deutschen Geschichte äußerlich nur noch wenig zu erkennen. Scheinbar »aus der Zeit gefallen«, als hätte es keine Deportationen jüdischer Bewohner und kein unmenschliches Grenzsystem der DDR gegeben, liegen Ort, Schloss und Kirche in einer paradiesgleichen Idylle am Wasser. Doch, »jedes Paradies trägt auch die Hölle in sich«, wie ein Zeitzeuge berichtete. Gelebte Leben sollen in einer multimedialen  Ausstellung von der paradiesischen Idylle und ihrem dramatischen »Dahinter« erzählen.

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