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Sirene

Goldrausch 2020

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

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30 Jahre Goldrausch Künstlerinnenprojekt: Das renommierte feministische Projekt aus Berlin präsentiert seine Jahresausstellung; mit Arbeiten von 15 internationalen Künstlerinnen – mit Wohnsitz in Berlin und Wurzeln auf fast allen Kontinenten. Die Schau im Kunstraum Kreuzberg vereint Videofilme, Installationen, Malerei, Soundobjekte, Performances und Skulpturen. Die vielstimmigen Werke verhandeln persönliche und gesellschaftspolitische Fragen sowie Geschichte und Utopie, Mythen und Magie, Individualität und Gruppen. Sie dokumentieren belebte Dinge und Gefühle, die Auswirkungen des Anthropozäns auf Klima, Geografie und Mensch, das Leben in der digitalen Überwachung – und fragen danach, wie sich dies alles in Umwelt und Körpern manifestiert. Der Titel „Sirene“ erinnert an das Gerät, das einen akustischen Warnton ausstößt und Aufmerksamkeit für wichtige Informationen erzeugt, die für alle gleichermaßen relevant sind. Die Goldrausch-Sirene fordert: Vielstimmigkeit und die Überwindung von Ausschlussmechanismen im Kunstfeld.

Das Goldrausch Künstlerinnenprojekt ist ein Professionalisierungsprogramm. Das einjährige Kursprogramm vermittelt Hintergrundwissen, umfassende berufliche Sachkenntnis und erschließt Netzwerke. Das Ziel von Goldrausch ist nach wie vor Gleichberechtigung, aber diese ist noch lange nicht erreicht. Der deutsche Kulturrat kritisierte in diesem Jahr, dass der Gender Pay Gap 2019 in der Berufsgruppe Bildende Kunst bei 28 Prozent lag, unverändert seit der letzten Erhebung 2016. Je höher das Einkommen, desto höher der Pay Gap – für Künstlerinnen bedeutet geringere Marktpräsenz zugleich auch weniger Verkäufe zu niedrigeren Preisen. Das Phänomen der ungleichen Bezahlung beginnt früh in der Karriere: Eine Absolvent*innenstudie der Hochschule für bildende Künste Hamburg zeigt, dass Künstlerinnen sehr aktiv sind, zahlreicher als ihre männlichen Kollegen an Wettbewerben teilnehmen, diese auch gewinnen und außerdem auch häufiger ein Honorar und Budget aushandeln. Die Höhe eines Ausstellungshonorars allerdings ist im Mittel bei Männern mit 1.000 € doppelt so hoch wie bei Frauen.

Kuratorinnen: Surya Gied, Hannah Kruse

Mit den Künstler*innen: Yasmin Bassir, Chan Sook Choi, Solweig de Barry, Manja Ebert, Caterina Gobbi, Rosanna Graf, Mona Hermann, Emily Hunt, Sidsel Ladegaard, Gosia Lehmann, Julia Lübbecke, Silvia Noronha, Kristina Paustian, Eva Pedroza, Juliane Tübke

Künstlerinnenprojekt wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung.

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin

Telephone
+49 (30) 902 98-14 54
Fax
+49 (30) 902 98-14 53
Website
www.kunstraumkreuzb…
Monday - Wednesday
10:00 - 20:00
Thursday - Saturday
10:00 - 22:00
Sunday
10:00 - 20:00
Free entrance

barrierefrei

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