Lawrence Abu Hamdan

Hamburger Bahnhof – Musée d’Art contemporain – Berlin

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© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © Lawrence Abu Hamdan, courtesy Maureen Paley, London

Die audiovisuellen und installativen Arbeiten von Lawrence Abu Hamdan (*1985 in Amman, Jordanien) machen die politischen Dimensionen von Sprache und Kommunikation zum Thema. Spuren von staatlicher oder industrieller Gewalt und Mechanismen der Überwachung und Propaganda zeigen sich im Horizont der auditiven Wahrnehmung.

Lawrence Abu Hamdan ist Gewinner des Baloise Kunst-Preis 2018. Damit verbunden ist ein Ankauf für die Sammlung der Nationalgalerie. Im Mittelpunkt der Ausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin steht diese Video- und Soundinstallation. This whole time there were no landmines (2017) beschäftigt sich auf eindringliche Weise mit physischen und emotionalen Grenzen.

Das filmische Material bilden Handyaufnahmen, die 2011 im Bereich der Golanhöhen entstanden sind, einem hügeligen dünn besiedelten Landstrich im Nahen Osten. Seit 1960 sind die Golanhöhen zum überwiegenden Teil unter israelischer Kontrolle. Aufgrund der besonderen Akustik wurde eine Stelle des Landstrichs als „shouting hill“ bzw. „shouting valley“ bekannt. Das akustische Phänomen von wandernden und sich verstärkenden Stimmen dieser Topografie ermöglicht eine Kommunikation mit Megaphonen über die Grenze hinweg und war vor der Verbreitung von Mobiltelefonen wichtig für die bei der Grenzziehung getrennten Familien. Der Schall schafft eine akustische Brücke.

Abu Hamdans Bild- und Tonmaterial stammt vom 15. Mai 2011, dem Jubiläum der israelischen Staatsgründung. Eine Gruppe von palästinensischen Demonstranten überschritt erstmals die Grenze und drang in drusische Gebiete vor, was ein gewaltsames Eingreifen des israelischen Militärs zur Folge hatte. In der raumgreifenden Videoinstallation This whole time there were no landmines sind auf acht gegenüberliegenden quadratischen Bildschirmen Aufnahmen von Handykameras zu sehen – Augenzeugenberichte inmitten einer verstörenden Klangkulisse aus lauten Rufen, Sprachfetzen („Hey. Stop … Genug … Hier sind Landminen“) und technischen Signalen.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Baloise Group.

Hamburger Bahnhof – Musée d’Art contemporain – Berlin
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

Téléphone
+49 (30) 266 42 42 42
Téléphone pour réservation
+49 (30) 266 42 42 42
Site Web
www.smb.museum/auss…
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