Stein auf Stein

Backsteinbauten in Marzahn-Hellersdorf

Musée régional de Marzahn-Hellersdorf

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©Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf/Friedhelm Hoffmann
Vernissage
07.09.2018 17:00

Backstein zählt zu den ältesten Baustoffen der Menschheit. In Europa hatte die Backsteinbauweise vom Mittelalter bis in die Renaissance in den Städten Hochkonjunktur. Berlin verdankt die Wiederentdeckung des Backsteins als Baumaterial Mitte des 19. Jahrhunderts dem genialen Architekten Friedrich Schinkel. Auch im heutigen Bezirk Marzahn-Hellersdorf finden sich architektonisch anspruchsvolle ziegelsichtige Bauten, die teils an die Schinkelschule anknüpfen, so die 1871 eingeweihte Dorfkirche auf dem Marzahner Anger. Im 20. Jahrhundert wurde diese Tradition fortgesetzt mit Bauten, die in modernen Baustilen wie der Neuen Sachlichkeit ausgeführt sind. Ein Beispiel hierfür ist die St. Martinskirche von Josef Bachem in Kaulsdorf, die 1930 geweiht wurde. Seit den 1980er-Jahren erfährt der Backsteinbau eine erneute Renaissance. Das Äußere der 1983 geweihten katholischen Kirche „Maria Königin des Friedens“ in Biesdorf ist mit rotbunten Klinkern gestaltet. Seit den 1990er-Jahren entstanden Neubauten mit verklinkerten Fassaden, darunter das bezirkliche Rathaus in der Hellen Mitte.
Die Ausstellung stellt die Gebäude in ihrer Bau- und Nutzungsgeschichte dar. Zudem wird die Ziegelherstellung von Hand und industriell anhand von Objekte erläutert.

Musée régional de Marzahn-Hellersdorf
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Haus 2: Alt-Marzahn 55
12685 Berlin

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