Europe on the Move. Frankfurt (Oder) 1945

Podiumsdiskussion

Pałac Cecilienhof

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Straßenbahn durch Ruinen in Frankfurt (Oder) © Stadtarchiv Frankfurt (Oder) / Foto: Walter Fricke Foto: Walter Fricke

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, das Museum Viadrina, das Institut für angewandte Geschichte - Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. und das Deutsche Kulturforum östliches Europa laden Sie am Freitag, dem 30. Oktober um 18 Uhr zur Podiumsdiskussion »Europe on the Move - Frankfurt (Oder) und das Jahr 1945« mit Prof. Dr. Beata Halicka, Universität Posen/Poznań, Dr. Andreas Kossert, Historiker, Berlin und Dr. Karl-Konrad Tschäpe, Museum Viadrina/Gedenk- und Dokumentationsstätte »Opfer politischer Gewaltherrschaft«, Frankfurt (Oder) in das Schloss Cecilienhof ein. Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe »Bahnhof Europas. Frankfurt (Oder) 1945«, mit der wir 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Potsdamer Konferenz ein Stück wechselvoller brandenburgischer, aber auch europäischer Geschichte thematisieren möchten.

Die zunächst weitestgehend von Kriegshandlungen verschonte Stadt Frankfurt (Oder) wurde 1945 massiv von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs getroffen. Zum einen fiel das über Jahrhunderte gewachsene historische Stadtzentrum in wenigen Wochen Kriegseinwirkungen und Brandstiftungen zum Opfer. Zum anderen wurde Frankfurt ab 1945 zu einem Umschlagplatz für Hundertausende. Bereits im Januar 1945 erreichten erste Flüchtlinge aus östlichen deutschen Provinzen die Oderstadt. Ab Mai 1945 durchquerten sie ehemalige osteuropäische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene auf dem Weg in ihre Heimat. Aber auch deutsche Kriegsgefangene, politische Häftlinge, Heimkehrer, Vertriebene und Zwangsarbeiter trafen hier zwischen 1945 und 1956 aufeinander. Infolge des Potsdamer Abkommens sollte Frankfurt (Oder) zu einer Grenzstadt und ihr östlicher Stadtteil Dammvorstadt zur polnischen Stadt Słubice werden, in der Menschen aus Zentral- und Ostpolen, aber auch zuvor nach Sibirien deportierte Polen bzw. ehemalige Gulag-Häftlinge angesiedelt wurden. Für fast alle war Frankfurt (Oder) Station auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft und der Aufenthalt hier gleichzeitig von existentieller, prägender Bedeutung.

Moderation: Dr. Mateusz Hartwich, Kulturwissenschaftler, Berlin

Die planmäßige Durchführung dieses Terminangebots steht unter dem Vorbehalt möglicher Einschränkungen durch staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie. Etwaige Änderungen teilen wir schnellstmöglich auf unserer Website und via E-Mail mit. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern sind verpflichtend. Bei einer Befreiung von der Maskenpflicht muss ein Visier getragen werden.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der SPSG im Rahmen der Ausstellung »Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt« statt.

Ein Projekt des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit dem Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. und dem Museum Viadrina in Frankfurt (Oder) im Rahmen des Themenjahres »Krieg und Frieden. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020«. Gefördert wird es durch das Kulturland Brandenburg und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Miejsce spotkania
Marschallsaal

Pałac Cecilienhof
Im Neuen Garten 11
14469 Potsdam

Wystawa towarzysząca
Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt
Informacja
+49 (331) 96 94-200
30. Październik 2020
18:00
Bilet normalny
8,00 €
Bilet ulgowy
6,00 €

Ticket kaufen

Informacje o rezerwacji

Tickets online, an der Schlosskasse Cecilienhof und in den Besucherzentren an der Historischen Mühle und am Neuen Palais in Sanssouci erhältlich

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